Sehgal Tipps zum Handling

Einfachheit ist kein Wert an sich sondern nur insofern interessant für uns, wie sie uns eine bessere praktische Handhabe bei der Behandlung bietet.

Unvoreingenommenheit ist Nichtwissenwissen ist die Leere, die Aufnahmebereitschaft ist. NWW schafft den inneren Raum für genaues Hinhören, für Nachfragen, für Sichhineinversetzen.

In Krankheitsfällen wird Intellekt von Emotion überstimmt, das ist der Grund warum wir uns so intensiv für den Gemütszustand während der Erkrankung interessieren. Die gleich Tatsache macht intensive und sich wiederholende Träume für uns interessant. Das, was den Patienten unterhalb seiner vernünftigen und erlernten Gedanken lenkt, das, was sein vegetatives Nervensystem für wahr hält, das was er zutiefst glaubt und wie er instintkiv darauf reagiert, das erforschen wir. In diesem Sinne untersuchen wir seine emotionale Struktur.

Wir sind Spezialisten dafür Anstöße zur Heilung, Harmonisierung und Neuordnung zu geben und den Prozess vor voreiligen und falschen Maßnahmen und Einflüssen zu bewahren. (Die Patienten kennen sich mit den übergeordneten Regeln nicht aus; sie sind Spezialisten für sich selbst.)

Bei der Fallaufnahme interessieren wir uns

  • Was macht Ihnen im Moment am meisten zu schaffen
  • Was möchte er?!
  • Wie verhält er sich ?!
  • Warum muss er sich so benehmen?!
  • Wir versuchen zu verstehen, wir versuchen uns so weit in ihn hineinzuversetzen, dass uns alle seine Äußerungen untereinander stimmig erscheinen.
  • Versuchen seinen Schmerz zu fühlen, seine Tränen zu fühlen. (Nicht nur sehen!)
  • Wir hören bis zuende zu. Erst nachdem der Patient aus dem Raum ist, ist die Anamnese beendet.
  • Wir sind zunächst nur Zuhörer. (Und nicht Behandler!) Wir versuchen zu verstehen, was er tut, was tun muss! Nicht auf die bloßen Worte.
  • Alle wichtigen Begriffe, die die Patienten verwenden um sich und ihre Empfindungen auszudrücken, lassen wir uns von ihnen in einfachsten Worten genauer beschreiben. (Beispiele sind hier „eifersüchtig“, „ungerecht“, usw.)

Dies geht so weit, dass wir uns erst dann der nächsten Äusserung des Patienten zuwenden, wenn uns darüber klar sind, was mit der aktuellen Äusserung gemeint ist. Ausgenommen die Situationen, wenn wir uns absolut keinen Reim auf eine gegebene Äusserung machen können. (Wir sind die Spezialisten für die feinen begrifflichen Nuancen unserer Rubriken, nicht die Patienten; hierbei ist es wichtig zwischen der wortgetreuen Aufnahme (und Repertorisation) eines Als-ob-Symptomes auf der einen Seite und unserem Bemühen andererseits, den Gemütszustand des Patienten zu „verstehen“). Hierzu gehören auch bestimmte Gesten und Verhaltensweisen während der Anamnese. Bei Betrachtung der verschiedenen Versionen, suchen wir nach dem gemeinsamen Nenner. Ganz gleich in welchen Bereich wir fragen, Beruf, Verlangen und Abneigungen, was auch immer; immer wieder führt er uns zurück auf das Zentrum. Die meisten Patienten haben selber keine Idee davon, was sie tun, sie sind mit sich selbst zu beschäftigt.

Wir nehmen die Beschreibungen als Situationsbeschreibungen auf. Nicht als Probleme – die wir lösen müssen.

Die Behandlung von Patienten mit der Diagnose Krebs

  1. Wir haben nicht das Mittel für Krebs ( 1. Schock)
  2. Wir behandeln keine Krankheiten ( Erläuterung der homöopathischen Perspektive)
  3. Wir überzeugen keine Chemo zu nehmen
  4. Dies ist unsere Art
  5. Alle Medikamente absetzen
  6. You trust me or you leave me
  7. Prozess der Elimination; Ausscheidungen sind günstig.
  8. Das ist wie zwei Armeen gleichzeitig gegeneinander
  9. Es geht nur eins von beiden

Der erste Job ist die Überzeugung

Das Risiko eingehen: OK ich mache es.

Wir lehren den Patienten und klären ihn und sein Umfeld darüber auf, was gute Reaktionen sind. Jetzt muss er den Prozess verstehen um zu verstehen, was gut daran ist.